Mehr Betten am Sankt Vincentius Krankenhaus
12.03.2026
Richtfest für zusätzliche Station im 4. Obergeschoss des Bettenhauses
Ein bedeutender Meilenstein für die medizinische Versorgung in Speyer und der gesamten Rhein-Neckar-Region: Das Sankt Vincentius Krankenhaus feiert am Freitag, 6. März 2026, um 16.00 Uhr das Richtfest seiner neuen interdisziplinären Station im 4. Obergeschoss des Bettenhauses A1/A2.
Das Sankt Vincentius Krankenhaus verzeichnet seit Jahren ein kontinuierliches Wachstum. Die steigende Nachfrage nach medizinischer Expertise und die sehr gute Inanspruchnahme der Angebote in sämtlichen Kliniken unterstreichen die hohe Bedeutung des Hauses für die regionale Gesundheitsversorgung. Gleichzeitig stieß das Krankenhaus in der Vergangenheit wiederholt an räumliche Kapazitätsgrenzen. Diese Entwicklung wurde im Landeskrankenhausplan Rheinland-Pfalz berücksichtigt: Dem Haus wurden 37 zusätzliche Betten zugewiesen – eine Steigerung auf 256 Betten insgesamt. Aus diesem Grund entsteht im 4. Stockwerk der Häuser A1 und A2 eine moderne, neue Pflegestation mit 24 1- und 2-Bettzimmern.
Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt das Bauprojekt mit insgesamt 11,1 Millionen Euro. Darüber hinaus bringt die Krankenhaus-Stiftung der Niederbronner Schwestern rund 3,4 Millionen Euro aus Eigenmitteln ein. Insgesamt sind für Aufstockung und Ausbau Investitionen von rund 14,5 Millionen Euro vorgesehen. Teil der geförderten Maßnahme ist auch die Sanierung und Umnutzung des früheren Bettenhauses A1: Hier entstehen neue Flächen für modern ausgestattete Therapieräume sowie zusätzliche Büros.
Mit einem feierlichen Richtfest wurde nun der Baufortschritt, insbesondere die Fertigstellung des neuen Dachs von Haus A1 und somit die künftige neue Station gewürdigt. Zahlreiche Gäste aus Politik, Kirche, Gesundheits- und Bauwesen sowie Mitarbeitende des Hauses nahmen an der Veranstaltung teil und unterstrichen damit die Bedeutung des Projekts für Speyer und die Region.
In seinem Grußwort unterstrich Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz, die zentrale Bedeutung des Bauprojekts für die regionale Versorgung. . „Um die Gesundheitsversorgung in Rheinland-Pfalz nachhaltig zu stärken unterstützen wir die Krankenhausträger im Rahmen des Krankenhausinvestitionsprogramms als verlässlicher und starker Partner. Der weitere Ausbau des Bettenhauses ist eine Investition in die Zukunft des Sankt Vincentius Krankenhauses Speyer, den die Landesregierung mit über 11 Millionen Euro fördert - zum Wohle der Patientinnen und Patienten sowie für eine bedarfsgerechte wohnortnahe medizinische Versorgung“, sagte Hoch.
Gerade vor dem Hintergrund angespannter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen sei diese Investition ein wichtiges und ermutigendes Signal für den Krankenhausträger und die gesamte Region. Bei einer kurzen Besichtigung der Station 1 verschaffte sich der Minister persönlich einen Eindruck von der modernen Gestaltung des neuen Bettenhauses A2. Die nun entstehende zusätzliche Station „on top“ im 4. Obergeschoss, so zeigte er sich überzeugt, werde ein voller Erfolg.
Eine weitere positive Würdigung der Arbeit der Krankenhaus-Stiftung brachte der Minister ebenfalls mit: Er überreichte den offiziellen Förderbescheid für die Ausbildungsförderung der drei Schulen der Krankenhaus-Stiftung in Höhe von rund 352.000 Euro für das Jahr 2025. „Die Stärkung unseres Gesundheitswesens beginnt mit der Investition in eine qualifizierte Ausbildung künftiger Pflegefachkräfte sowie Ergo- und Physiotherapeutinnen und -therapeuten“, betonte Hoch. „Denn ohne gut ausgebildetes medizinisches Fachpersonal kann kein Krankenhaus dauerhaft erfolgreich arbeiten.“
Dr. Wolfgang Schell, Vorstand der Krankenhaus-Stiftung, unterstrich die strategische Bedeutung des Projekts: „Die Nachfrage nach unserem medizinischen Know-how steigt seit Jahren und räumliche Ressourcen wurden immer knapper. Daher freue ich mich sehr, dass nun eine zusätzliche Station mit Hilfe der großzügigen Förderung gebaut werden kann.“ Gleichzeitig gelinge es mit eigenen Investitionen der Krankenhaus-Stiftung diese Station zu einer besonderen, interdisziplinären Wahlleistungsstation auszugestalten. Denn auch hier steige die Nachfrage bei Patientinnen und Patienten. Für deren Ausstattung sei ein hochwertiges Gestaltungskonzept entstanden, von dem sich beim Richtfest jeder Gast selbst durch den Blick in eine 3D-Brille überzeugen konnte. Aktuell stehe man in engen Austausch mit dem Verband der Privaten Krankenversicherungen, der ebenfalls eine klare Vorstellung zum „Hotelniveau der Station“ mit einbringt.
Dabei ist für den Vorstand der Krankenhaus-Stiftung ein Grundsatz elementar: „Wir erbringen im Sankt Vincentius Krankenhaus für alle Patienten die gleiche hochwertige medizinische Leistung!“ Zugleich könne man künftig in den Punkten „Unterbringung und Serviceleistungen“ dem Anspruch der Patienten auf der neuen Wahlleistungsstation besonders gerecht werden. Weiter führte Schell aus: „Mit dem „Mehr an Wohlfühlen“ schaffen wir nicht nur für unsere Patientinnen und Patienten, sondern auch für künftige neue Mitarbeiter ein attraktives Umfeld.“ Nach dem Richtfest sei im April die Fertigstellung der Außenfassade geplant und im Mai starte dann nicht nur der Innenausbau, sondern auch die Mitarbeiterakquise für die neue, neunte Station im Sankt Vincentius Krankenhaus.
Stefanie Seiler, Oberbürgermeisterin der Stadt Speyer, brachte beim diesjährigen Richtfest ihre große Wertschätzung für die Entwicklung des Krankenhauses zum Ausdruck. „Seit vielen Jahren begleite ich die kontinuierliche Modernisierung und Erweiterung des Sankt Vincentius Krankenhauses und bin immer wieder beeindruckt davon, wie hier medizinische Professionalität und ein wertschätzendes Miteinander Hand in Hand gehen.“ Nach dem Neubau des Bettenhauses und der Eröffnung der neuen Zentralen Notaufnahme im letzten Sommer markiere die nun geplante Station einen weiteren bedeutenden Meilenstein in der Geschichte des Hauses. Entgegen dem bundes- und landesweiten Trend sei Speyer mit zwei Krankenhäusern und einem sich sinnvoll ergänzenden Leistungsangebot sehr gut aufgestellt. Die erneute Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung lasse sie daher „beruhigt in die Zukunft blicken“.
Ein besonderer Höhepunkt war im Anschluss der traditionelle Richtspruch, vorgetragen von der Bauunternehmung Streib. Segensworte, gesprochen von Gemeindereferentin Sigrid Sandmeier vom ökumenischen Seelsorgeteam im Krankenhaus, gaben der Feier einen würdigen und besinnlichen Rahmen.
Im Anschluss nutzten zahlreiche Gäste und Mitarbeitende die Gelegenheit, bei Führungen den Rohbau in Haus A1 zu besichtigen und sich mithilfe einer VR-Brille mit 3D-Simulation ein Bild von der künftigen Wahlleistungsstation zu machen. Den stimmungsvollen Ausklang bildete eine Baustellenparty mit leckeren Speisen, eine „Wahlleistungsstationstorte in XXL“ und kühlen Getränken in Schubkarren serviert. Für eine passende musikalische Begleitung der Extraklasse sorgten die in Speyer bekannten Saxophonistinnen von FAMDÜSAX.
Das Jahr fängt gut an – Richtfest über den Dächern von Speyer: Sebastian Schäfer und Barbara Brandt (Pflegedirektoren), Clemens Hoch (Minister für Wissenschaft und Gesundheit), Dr. Wolfgang Schell und Oliver Heath (Vorstand der Krankenhaus-Stiftung der Niederbronner Schwestern), Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler, Phillip Nowak (Verwaltungsdirektor), Sr. Beata Maria (Oberin im Sankt Vincentius Krankenhaus), Sr. Barbara Geißinger (Provinzoberin der Kongregation der Niederbronner Schwestern, Provinz Deutschland-Österreich), Sr. Klara Sexlinger (Generalassistentin, Generalrat der Kongregation der Niederbronner Schwestern, Elsass), Pastoralreferentin Sigrid Sandmeier
Hintergrund
Das Sankt Vincentius Krankenhaus investiert sukzessiv in die Modernisierung und Erweiterung seines Hauses: Nach der Eröffnung des neuen Bettenhauses A2 mit 120 Betten im April 2022 sowie der Ausweitung der Intensivstation mit Weaning-Zentrum auf 21 Betten, erfolgte im Juli 2025 die Eröffnung der neuen Zentralen Notaufnahme (ZNA) und des Elektiven Behandlungszentrums (EBZ) für geplante operative Eingriffe. Das vierte Obergeschoss der Häuser A1 und A2 wird nun zu einer weiteren Pflegestation mit 37 Betten ausgebaut. Damit wächst die Bettenkapazität des Sankt Vincentius Krankenhauses auf 256 Betten.
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