Kein Hitzefrei im Krankenhaus

25.06.2026


Aktuelle Hitzewelle stellt Mitarbeitende und Patienten vor große Herausforderungen.

Hohe Temperaturen bedeuten auch immer eine hohe Belastung für Personal und Patienten. Mit zahlreichen Maßnahmen versucht das Sankt Vincentius Krankenhaus Risiken und Nebenwirkungen zu verringern.

Die aktuelle Hitzewelle stellt sowohl Mitarbeitende als auch Patienten des Sankt Vincentius Krankenhauses vor besondere Herausforderungen. Während Operationssäle, Intensivstation, Schlaflabor sowie die im letzten Jahr neu eröffnete Zentrale Notaufnahme und das Elektives Behandlungszentrum mit Klimaanlagen ausgestattet sind, gibt es auch Bereiche ohne Klimaanlage. Im neuen Bettenhaus ist es dank moderner Dämmung und Außenbeschattung deutlich kühler als auf den Stationen des Bettenhauses aus den 1980er-Jahren. Auch auf der neuen Wahlleistungsstation, die gerade im 4. Obergeschoss im Bettenhaus gebaut wird, wird ein modernes Kühldeckensystem installiert. Dieses sorgt künftig sowohl in allen Patientenzimmern als auch in der Lounge und im Pflegestützpunkt für ein angenehmeres Raumklima und trägt insbesondere an heißen Tagen zu einem höheren Komfort für die Patientinnen und Patienten bei. Eröffnet wird jedoch erst 2027.

Für ein Krankenhaus gelten daher die gleichen Maßnahmen wie zuhause, erklärt Dr. med. Oliver Niederer, Ärztlicher Direktor im Sankt Vincentius Krankenhaus. Um die Belastung durch die hohen Temperaturen zu reduzieren, werden die Gebäude in den frühen Morgenstunden intensiv gelüftet. Zudem erhalten Patienten derzeit einen Fächer als kleine Aufmerksamkeit, um für etwas Abkühlung zu sorgen. Niederer: „Alle Pflegekräfte auf Station achten in diesen Tagen ganz besonders darauf, dass unsere Patienten genügend Flüssigkeit zu sich nehmen. Wasser, Tee und Kaffee stehen jederzeit kostenlos auf allen Stationen zur Verfügung – auch unseren Besuchern“, ergänzt er.

Auch für Mitarbeitende stellt das Krankenhaus während den Sommermonaten kostenlos Mineralwasser zur Verfügung und überall wo es möglich ist, beispielweise in Büros, können Ventilatoren aufgestellt werden, die die Haustechnik bereits zu Beginn des Jahres vorsorglich angeschafft hatte. Ein besonderes Highlight auch in diesem Jahr ist die „Eistag-Aktion“. In der Cafeteria werden kostenlose Eisbecher als kühle Erfrischung für zwischendurch angeboten.

In der Zentralen Notaufnahme verlief die aktuelle Hitzewelle bislang vergleichsweise ruhig. Nach Angaben von Thomas Goldmann, Leitender Arzt der Zentralen Notaufnahme, wurden bisher noch keine auffälligen Häufungen hitzebedingter Notfälle registriert. „Das kann sich noch ändern, da es bis zum Wochenende ja 40 Grad werden sollen“, so Goldmann. Der Facharzt für Innere Medizin appelliert an die Vernunft aller, um einer Überfüllung der Zentralen Notaufnahme vorzubeugen: „Trinken ist das A und O bei Hitze, gesunde Erwachsene sollten mind. 1,5 Liter an Tag trinken, wer stark schwitzt natürlich deutlich mehr!“ und ergänzt „auf Alkohol sollte komplett verzichtet werden, auch wenn am Donnerstag die deutsche Nationalmannschaft ihr Spiel gewinnt.“ Hitze kann nicht nur für ältere Menschen gefährlich werden, so Goldmann. „Hitze belastet unseren Organismus extrem, denn er muss sich ja immer mehr anstrengen, um die Körpertemperatur zu regeln,“ erklärt der Mediziner und rät, „pralle Sonne ist auf jeden Fall zu vermeiden und wer kann, sollte sich tagsüber überhaupt nicht draußen aufhalten“.


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Krankenhaus Sankt Vincentius Krankenhaus
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