Pressemitteilungen

Speyer, 29. September 2017

Der Startschuss ist gefallen! Abrissarbeiten für den Neubau sind in vollem Gange.

Wann geht es nun los mit den Neubau des Bettenhauses A2? Auch wenn noch keine Wände in die Höhe wachsen: Es ist schon losgegangen auf dem Gelände  - und schon lange hinter den Kulissen!

Seit August ist das zu sehen, womit es auf vielen Baustellen erst einmal anfängt: große Gerätschaften für den Abriss. Dafür hat das Sankt Vincentius Krankenhaus und der verantwortliche kaufmännische Bauleiter Klaus Diebold ein zertifiziertes Unternehmen beauftragt. Um statische Schäden am bestehenden Gebäude zu vermeiden, wurde mit einer riesigen Diamantsäge zuerst die beiden Häuser physikalisch getrennt. Mit dem riesigen Greifarm eines XXL-Baggers wurde dann das Haus A2 nicht etagenweiße abgerissen, sondern vertikal Stück für Stück „abgeknabbert“.
Mitte Oktober sind wir bodeneben“, berichtet Klaus Diebold „und der Abtransport des alten Baumaterials erfolgt bereits sukzessive.“ Derzeit laufen die europaweiten Ausschreibungen für die Erstellung des Rohbaus. „Für die Erstellung der Gebäudehülle sind etwa neun Monate veranschlagt“, informiert Diebold.
Das neue Bettenhaus A2 wird 120 Betten auf 4 Stationen umfassen. Modern eingerichtete 1-, 2- und 3- Bettzimmer mit ansprechendem Nebenraumprogramm, z.B. große Aufenthaltsräume für Patienten und Gäste, sind geplant. Ebenso wie Arztzimmer und Stationsarbeitsplätze. Das Vincentius Krankenhaus legt großen Wert auf qualitativ hochwertige Menüangebote. Aus diesem Grund wird es auch wieder im UG eine gut ausgestattete Küche geben. „Endlich können wir auch ei-nen langen Besucherwunsch erfüllen“, ergänzt Diebold, „denn es wird eine Cafe-teria mit Wohlfühlatmosphäre und Außenbereich geben.“
Laut Krankenhaus ist das Großprojekt mit insgesamt 18,5 Mio. Euro kalkuliert und soll innerhalb der nächsten zwei Jahre realisiert werden.

 

 

Speyer, 04. August 2017

Doppelter Anlass zum Feiern: Pflege-Examen und 65 Jahre Schule für Gesundheits- und Krankenpflege im Sankt Vincentius Krankenhaus Speyer

Seit 65 Jahren werden im Sankt Vincentius Krankenhaus Pflegekräfte ausgebildet – dabei hat sich an der familiären und persönlichen Betreuung der Schüler nichts geändert. Das bestätigen auch die 16 „frisch-gebackenen“ examinierten Gesundheits- und Krankenpfleger (m/w).

Seit 1952 werden im Sankt Vincentius Krankenhaus Speyer Pflegefachkräfte ausgebildet. Mehr als 1000 Absolventinnen und Absolventen sind in dieser Zeit aus der hauseigenen Schule für Gesundheits- und Krankenpflege hervorgegangen.
Doch die Inhalte der Pflegeausbildung und die tägliche Pflegepraxis haben sich seither gravierend verändert. Als besondere Schwerpunkte sind zuletzt unter anderem die Prävention von Krankheiten und der wichtige Aspekt der Gesundheitsberatung hinzugekommen. Auch Dialogfähigkeit, Methoden- und Sozialkompetenz sind in der Arbeit mit Patienten und deren Angehörigen eine wichtige Voraussetzung. Gerade weil die Gruppe von älteren, zu pflegenden und oftmals auch dementen Patienten immer mehr zunimmt.
„Wir wollen bei unseren Schülerinnen und Schülern nicht nur fachliche und soziale Kompetenzen fördern. Sie sollen in der Ausbildung erleben, was Pflege unter dem Aspekt der ganzheitlichen Fürsorge ausmacht und sein kann“, berichtet Carmen Ullmer, eine der beiden Schulleiterinnen.
Um dieses Ziel zu erreichen arbeiten im Sankt Vincentius Krankenhaus und im Krankenhaus Zum Guten Hirten Ludwigshafen, die sich in der gemeinsamen Trägerschaft der Krankenhausstiftung der Niederbronner Schwestern befinden, die Lehrkräfte eng mit einer Vielzahl an weitergebildeten und studierten Praxisanleiterinnen zusammen. So werden die theoretischen Inhalte auf einer breiten Basis mit dem praktischen Lernen verknüpft. Und der Erfolg ihres Schul-Konzepts gibt ihnen Recht. Pflegedirektorin Monika Heidenmann und Geschäftsführer Dr. Wolfgang Schell gratulierten bei einer gemeinsamen Feier in der Aula nicht nur den Prüflingen, sondern auch allen Mitarbeitern, die zu dem hervorragenden Prüfungsergebnis beigetragen haben.
Wer als examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger die Schule verlässt, findet schnell einen Arbeitsplatz. In diesem Jahr wurden alleine 10 Absolventen direkt in die Pflegeteams der beiden Häuser in Ludwigshafen und Speyer übernommen.
Über das bestandene Examen können sich in diesem Jahr freuen:
Luca Benedetti, Sr. Sandra Davis, Millicent Githu, Thomas Goecke, Julia Hoffmann, Susan Horak, Zoya Hübner, Tamara Koch, Ha Mi Nguyen, Maximilian Richtsteiger, Nathaly Schlicksupp, Julia Sommer, Timo Sovonja, Verena Steinemann, Cristina Maria Tocai, Miriam Weidler;

 

 

Speyer, 21.07.2017

Verwaltungsdirektor Klaus Diebold geht, Bernhard Fischer kommt
Anlässlich der Verabschiedung von Klaus Diebold, Verwaltungsdirektor des Sankt Vincentius Krankenhauses, und der Einführung von Bernhard Fischer als neuen Verwaltungsdirektor der Klinik konnten die beiden Geschäftsführer Rolf Voßhoff und Dr. Wolfgang Schell am 21.7.2017 zahlreiche Mitarbeiter und Gäste begrüßen.

Für seine langjährigen Verdienste im Sankt Vincentius Krankenhaus Speyer wurde Klaus Diebold im Rahmen einer Feierstunde in der Aula des Krankenhauses geehrt. Für den Träger, die Krankenhausstiftung der Niederbronner Schwestern, sprach ihm der Geschäftsführer und Kollege seit der ersten Stunde, Rolf Voßhoff Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit aus: „Pflichtbewusst und mit gro-ßem Engagement haben Sie Ihre verantwortungsvolle Tätigkeit ausgeübt. Durch Ihre Kompetenz, Ihre Bodenständigkeit und Ihre sachliche Herangehensweise an neue Entwicklungen haben Sie sich nicht nur in der Verwaltung, sondern bei den Kollegen und Partnern unseres Hauses hohes Ansehen erworben. Ihrem Nach-folger hinterlassen Sie eine gute Ausgangsbasis für die zukünftige Entwicklung unseres Krankenhauses.“
Als Nachfolger von Klaus Diebold wurde Dipl.-Betriebswirt Bernhard Fischer, gebürtiger Speyerer, in seine Position als Verwaltungsdirektor des Sankt Vincentius Krankenhauses eingeführt. „Mit Bernhard Fischer wird eine Persönlichkeit die Position des Verwaltungsdirektors ausfüllen, die den in den kommenden Jahren weiter steigenden Ansprüchen an führende Managementfunktionen im Krankenhaus gerecht werden wird“, so Geschäftsführer Dr. Wolfgang Schell in seiner Einführungsrede.  „Die zukünftige Entwicklung und Struktur des Sankt Vincentius Krankenhauses werden von seinen Impulsen mitgeprägt werden“.
Den Wünschen auf vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit schlossen sich neben dem Ärztlichen Direktor der Krankenhauses, Dr. Klaus-Peter Wresch, auch der Vorsitzenden der Mitarbeitervertretung Udo Schantz sowie zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sankt Vincentius Krankenhauses an.
Klaus Diebold wird nach seiner Verabschiedung als Verwaltungsdirektor und über seinen Ruhestand hinaus das Großprojekt „Neubau Haus A 2“, das er in den letzten Jahren federführend geleitet hat, noch zu Ende zu bringen.

 

 

Speyer, 06.04.2017

Gedenkfeier zum 100. Todestag von Franziskus Kardinal von Bettinger

Am 12. April 2017 ist der 100. Todestag von Franziskus Kardinal von Bettinger, Erzbischof von München und Freising.

Pfarrer Bettinger wurde 1895 ins Domkapitel nach Speyer berufen. Besonders im Schul- und Bauwesen erwarb sich der Dom- und Stadtpfarrer bleibende Verdiens-te um die Bischofsstadt, vor allem durch den Bau des Sankt Vincentius Kranken-hauses Speyer und die Planung der St.-Josephs-Kirche.1909 wurde er Erzbischof von München und Freising. Am 25. Mai 1914 wurde er in den Kardinalsstand er-hoben.
Aus Anlass des Todestages findet ein Gedenken an den Ehrenbürger von Boben-heim-Roxheim statt.
HERR WEIHBISCHOF OTTO GEORGENS feiert das P O N T I F I K A L A M T
am Mittwoch, 12. April 2017 um 18.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Maria Magdalena, Rheinstraße, 67240 Bobenheim-Roxheim.
Anschließend findet eine Gedenkveranstaltung mit Vortrag des Heimatforschers Klaus Graber in der Rheinschule – gegenüber der Pfarrkirche –  statt.

 

 

Speyer, 01.04.2017

Axel Weigand ist Nachfolger von Chefärztin Friederike Schumann-Gill

Axel Weigand hat zum 1. März 2017 die Leitung der Klinik für Konservative Orthopädie und Schmerzmedizin des Sankt Vincentius Krankenhaus übernommen. Friederike Schumann-Gill wurde Ende Februar in den Ruhestand verabschiedet.

Axel Weigand ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und verfügt über eine langjährige Erfahrung im Bereich der konservativen Orthopädie und Schmerzmedizin. Er hat an der Medizinischen Hochschule Würzburg studiert und u.a. in Karlsruhe, Landau und Bad Bergzabern gearbeitet. Berufsbegleitend hat er „Medizinische Informatik“ an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin studiert. Weitere Qualifikationen, wie z.B. Spezielle Schmerztherapie, Manuelle Medizin, Physikalische Therapie und Akupunktur wurden zusätzlich erworben. Axel Weigand ist in Herxheim bei Landau aufgewachsen, lebt heute in Landau, ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von 7 und 6 Jahren.

Seit 1. April bereichert zudem Frau Beatrix Steinborn, Fachärztin für Anästhesie, die Abteilung als Oberärztin. Auch sie verfügt über eine langjährige Erfahrung im Bereich der Schmerztherapie. Nach ihrem Studium an der Universität Gießen hat sie durch langjährige Tätigkeiten in den Universitätskliniken Gießen und Köln, in der BG-Unfallklinik Ludwigshafen, in Kliniken in Worms, Speyer und Mannheim, viel Erfahrungen in Anästhesie, Schmerztherapie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Palliativmedizin gesammelt. Frau Steinborn ist verheiratet, hat vier erwachsene Kinder und lebt in Mannheim.

Dr. Wolfgang Schell, Geschäftsführer der Krankenhausstiftung der Niederbronner Schwestern: „Geschäftsführung, Krankenhausleitung und das Team der Konservativen Orthopädie und Schmerzmedizin freuen sich, dass Herrn Weigand, seit vielen Jahren Oberarzt, unserem Haus erhalten bleibt. Mit Frau Steinborn konnten wir zudem eine weitere innovative Ärztin und ausgewiesene Expertin für spezielles Schmerztherapie, Akupunktur, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und Myoreflextherapie* gewinnen. (* Anm.: Eine integrative und ganzheitlich orientierte Therapieform. Sie beinhaltet Erfahrungen und Einsichten alter Kulturen ebenso wie Ergebnisse der modernen Physik und der aktuellen Hochschulmedizin)

Die Klinik für Konservative Orthopädie und Schmerzmedizin
behandelt vorwiegend Patienten mit Schmerzen im Bereich des Stütz- und Bewegungsapparates, z.B. bei Bandscheibenveränderungen, Spinalkanalverengungen, Arthrosebeschwerden. Ein multiprofessionelles Team, bestehend aus schmerztherapeutisch erfahrenen Fachärzten, Psychotherapeuten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, spezialisierten Pflegefachkräften – Pain Nurses, Sozialarbeiter und Ernährungsberater, gewährleistet für jeden Patienten eine individuelle Behandlung, auch über den Krankenhausaufenthalt hinaus. Behandlungsziele sind neben der Schmerzlinderung vor allem die anhaltende Verbesserung der Situation im häuslichen und beruflichen Alltag.

 

 

Speyer, 22.12.2016

„Ein wenig zurückgeben“…

wollten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sankt Vincentius Krankenhauses im Rahmen ihrer vorweihnachtlichen Betriebsfeier. Auf Anregung aus der Belegschaft wurde vom ökumenischen Seelsorgeteam, das den Gottesdienst zur Feier gestaltet, 2016 zum ersten Mal eine Kollekte durchgeführt. Anschließend konnten stattliche 620 Euro zu gleichen Teilen auf die Spendenkonten der Speyerer Tafel e.V. und des Treffpunkt Asyl in Speyer eingezahlt werden. Als kleines Zeichen der Solidarität mit bedürftigen Menschen – herzlichen Dank an alle Spender!

 

 

Speyer, Dezember 2016

Diagnostik und Therapie von Raumforderungen der Niere

Durch den breiten Einsatz von Ultraschall, Computer- oder Kernspintomografien in allen Bereichen der Medizin werden immer häufiger schon im frühen Stadium zufällig Veränderungen der Niere entdeckt, die genauer zu untersuchen sind.

fotolia © tribalium81

Gutartige Tumoren der Nieren sind leider selten. Kennzeichnend für gutartige Tumoren ist, dass sie in der Regel langsam wachsen und gesundes Gewebe zwar verdrängen, aber nicht zerstören. Rund 95 Prozent aller Nierentumoren sind allerdings bösartig, also echte Nierenzellkarzinome, die im Nierenfunktionsgewebe (Parenchym) entstehen. In den Industriestaaten steigt die Häufigkeit von Nierenzellkrebs an. Es werden 4 bis 8 Neuerkrankungen pro 100 000 Einwohner und Jahr beobachtet. Männer erkranken etwa doppelt so häufig wie Frauen, der Altersgipfel liegt bei 40 bis 60 Jahren.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Nach der Entdeckung einer Raumforderung sollte ein ausführliches Gespräch über die notwendigen Strategien mit einem Urologen stattfinden. Welche Ziele dabei verfolgt werden hängt von der Größe und Form der Raumforderung, aber auch vom Alter und den Begleiterkrankungen des Betroffenen ab. Die Möglichkeiten können sein abzuwarten und zu beobachten oder zu biopsieren (also über eine Punktion eine Probe zu entnehmen). Entscheidet man sich für eine Operation kann entweder nur die Raumforderung oder die gesamte Niere mit dem Tumor entfernt werden.
In unserer Klinik für Urologie am Sankt Vincentius Krankenhaus Speyer setzen wir dazu unterschiedliche Operationsverfahren ein.
Bei kleineren Raumforderungen um 3-4 cm arbeiten wir mit der sogenannten Schlüssellochchirurgie. Dabei wird nur der Tumor mit einem Sicherheitsabstand aus der Niere operiert. Die Funktion der Niere bleibt dabei erhalten.
Bei größeren Tumoren oder Tumoren, die die Nierenoberfläche nicht überragen, legen wir die Niere in einer offenen Operation frei um auch hier den Tumor mit einem Sicherheitsabstand aus der Niere zu entfernen.
Bei beiden Verfahren verzichten wir in der Regel auf das Abklemmen der Nierengefäße, wodurch die Funktion der Niere bestmöglich geschont werden kann.
Selten ist die Entfernung der gesamten Niere erforderlich, hier wenden wir ebenfalls beide Verfahren in Abhängigkeit von der Gesamtsituation an.
Zusätzlich muss sorgfältig nach eventuellen Lymphknoten- und/ oder Organmetastasen gesucht werden. Metastasen von Nierenzellkarzinomen bilden sich am häufigsten in der Lunge, im Skelettsystem und in den Lymphknoten, seltener im Gehirn und in der Leber.
Nach Möglichkeit werden auch diese Metastasen durch eine Operation entfernt. Kann dies nicht gelingen, stehen heute eine Reihe von Medikamenten zur Verfügung, die das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen können.

Mit Nierenzellkrebs leben
Erstes Prinzip bei der Behandlungsplanung ist die gute Information der Patienten und eine optimale Tumorkontrolle bei möglichst geringer Belastung für die Betroffenen. Außerdem steht der Erhalt der Nierenfunktion im Mittelpunkt.
Die meisten Patienten haben bei gesunder zweiter Niere trotz eines Tumors keine Probleme mit der Urinausscheidung. Das Risiko eines Zweittumors auf der Gegenseite ist gering. Kann der Tumor operativ komplett entfernt werden, ist im Anschluss meist keine weitere Behandlung nötig.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an die Klinik für Urologie unter der Leitung von Prof. Dr. Gerald Haupt: 06232 133-311

 

 

Speyer, September 2016

Schonende Lungendiagnostik durch Ultraschall von Innen

Seit über einem Jahr setzt die Klinik für Innere Medizin II (Pneumologie, Schlafmedizin, Weaning) am Sankt Vincentius Krankenhaus das zurzeit modernste System für endobronchialen Ultraschall „EBUS“ ein. Diese schonende Methode zur Untersuchung von Veränderungen des Lungengewebes bringt für Patienten viele Vorteile.

Betreut werden die Patienten in der Klinik für Innere Medizin II von Chefarzt Dr. med. Oliver Jung (Internist, Pneumologe und Schlafmediziner, rechts) und Oberarzt Dr. med. Alexander Huhn (Internist, Pneumologe und Notfallmediziner, links)

EBUS ist der endobronchiale Ultraschall, das heißt die Ultraschalluntersuchung der Lunge über die Atemwege. Er dient der Diagnostik von Lymphknoten oder Gewebeveränderungen, die im Raum zwischen den Lungen – dem sogenannten Mediastinum – oder im Lungengewebe liegen und in den Bronchien nicht direkt sichtbar und zugänglich sind.
Im Rahmen einer Lungenspiegelung (Bronchoskopie) kann über ein spezielles Bronchoskop ein kleiner Ultraschallkopf an die Bronchialwand angelegt werden. Es werden dadurch Strukturen um die Bronchien herum bis in eine Tiefe von mehreren Zentimetern sichtbar. Die erfahrenen Ärzte können so deren Aussehen beurteilen und sogar die Durchblutung darstellen.
Erkennt der Untersuchende etwas Auffälliges, kann er über den Arbeitskanal des Bronchoskopes und unter Sicht des Ultraschalls mit einer feinen Nadel direkt Gewebeproben entnehmen.

Exakte Gewebeproben auch in schwer zugänglichen Bereichen
Bei Knoten, die im äußeren (Rand-)Bereich der Lunge liegen kann Ultraschall mit einer sogenannten Minisonde erfolgen. Dabei handelt es sich um einen rotierenden Schallkopf, der in etwa die Größe einer Kugelschreibermiene hat. Die Minisonde wird in einem dünnen Führungskanal vorgeschoben. Kann der Tumor im Ultraschall dargestellt werden, wird die Sonde zurückgezogen. Durch den liegenden Führungskanal können anschießend ganz exakt Proben für die Gewebeuntersuchung gewonnen werden.

Schonend für die Patienten
Die Untersuchung wird in Kurznarkose oder einer tiefen Beruhigung durchgeführt und ist äußerst komplikationsarm. Der Gewinn liegt über die exakte Diagnostik hinaus darin, dass sich durch dieses Verfahren Lungenkrebs-Patienten, die von einer Operation profitieren werden, sicher von denen unterscheiden lassen, für die eine Operation nur eine unnötige Belastung wäre.

 

 

Speyer, 22. Juni 2016

Im Juni ist Welt-Kontinenz-Woche:
Die Spezialisten des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums Pfalz klären auf!

Ende Juni findet die von der Deutschen Kontinenz Gesellschaft initiierte Aufklärungskampagne „Welt-Kontinenz-Woche“ statt. Ziel ist es nicht nur über Behandlungsmöglichkeiten von Inkontinenz aufzuklären, sondern Betroffene zu animieren, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Gerade vor dem Hintergrund, dass über die Hälfte aus Scham schweigt und unbehandelt bleibt, kommt diesem Aspekt eine besondere Bedeutung zu.
„Deshalb unterstützen wir vom Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Pfalz diese Initiative und werden am 25. Juni vor dem Altpörtel in Speyer für Fragen zur Verfügung stehen. Wir wollen über die unterschiedlichen Formen der Inkontinenz, ihre Ursachen und Therapiemöglichkeiten informieren“, erläutert Oberarzt Steffen Vollweiler, Koordinator des Zentrums und Oberarzt der Urologischen Kliniken des Sankt Vincentius Krankenhauses Speyer und des Vinzentius-Krankenhauses Landau, unter deren Führung das Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Pfalz steht.
Aber was ist Inkontinenz eigentlich? Inkontinenz bezeichnet das Unvermögen, Urin oder Stuhl zu halten und kontrolliert abzugeben. „Die Ursachen können dabei ganz verschieden sein, ebenso wie ihre Ausprägung. Entscheidend für den individuellen Therapieerfolg ist daher eine exakte Diagnose. Voraussetzung hierfür sind eine detaillierte Informationssammlung, um die zahlreiche Aspekte der Beschwerden sowie möglicher Ursachen zu eruieren, eine körperliche Untersuchung und gegebenenfalls weitere diagnostische Analysen. Erster Ansprechpartner hierfür ist immer der behandelnde Haus- oder Facharzt“, ergänzt Prof. Dr. Gerald Haupt, Chefarzt der beiden Urologischen Kliniken in Speyer und Landau.
Nach der Diagnose erfolgt die Erstellung eines individuellen Therapieplanes, der darauf ausgerichtet ist, die für die Patientin bzw. den Patienten schonendste Therapieform auszuwählen. „Ob eine medikamentöse Therapie, ein spezielles Trainingsprogramm, ein traditionelles oder modernes operatives Verfahren in Frage kommen, hängt vom einzelnen Fall ab“, erklärt Vollweiler das Procedere im Zentrum. Zudem weist er auf eine Besonderheit hin: Im Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Pfalz arbeiten Fachärzte der Urologie, Gynäkologie, Chirurgie, Pädiatrie, Inneren Medizin und Radiologie gemeinsam mit Physio- und Urotherapeuten sowie Kontinenzmanagern eng zusammen, um Inkontinenz und Erkrankungen des Beckenbodens zu therapieren. Ein interdisziplinäres Modell, das sehr erfolgreich ist und daher mit dem Zertifikat der Deutschen Kontinenz Gesellschaft e.V. ausgezeichnet wurde.

Kontakt:
Sankt Vincentius Krankenhaus Speyer
Sekretariat der Klinik für Urologie
Holzstraße 4a
67346 Speyer
Telefon 06232 133-388 
www.vincentius-speyer.de
www.bbz-pfalz.de

 

 

 

Speyer, 14. April 2016

Infoabend „Flüchtlinge in Speyer“ im Sankt Vincentius Krankenhaus Speyer

Knapp 200 Besucher aus Speyer und der Umgebung zählten die Veranstalter bei ihrem Infoabend zum Thema „Flüchtlinge in Speyer“ am 14. April 2016 im Sankt Vincentius Krankenhaus. Unter den Stichworten „Helfen – Verstehen – Schützen – Integrieren“ erhielten die Interessierten aus erster Hand Informationen über die Situation der Schutzsuchenden in der Stadt.

Zahlen und Fakten spielen in der Bewertung der Flüchtlingskrise in der Regel eine untergeordnete Rolle. Über Mitgefühl und Hilfsbereitschaft dominieren oft Unbehagen und Angst vor dem Fremden und Unbekannten, das Menschen aus fernen Ländern mitbringen. Und wo Wissen fehlt kursieren Gerüchte - in Zeiten der Social Media schneller und ungehemmter als je zuvor. Gerüchte und Halbwahrheiten, die von rechten Gruppierungen auch gezielt für ihre Zwecke gestreut und benutzt werden.

„Informationen gegen Ängste einsetzen ist das Ziel der Veranstaltung“, so der Ärztliche Direktor des Sankt Vincentius Krankenhauses Dr. Klaus-Peter Wresch in seiner Begrüßung. In seiner zweiten Funktion als Vorsitzender des Kreisverbands Speyer des Deutschen Roten Kreuzes berichtete er anschließend in Zahlen und Bildern über die medizinische Betreuung der Flüchtlinge in der Kurpfalzkaserne, in der seit September 2015 eine Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Rheinland-Pfalz aufgebaut wurde. Niedergelassene Ärzte versorgen die Menschen in regelmäßigen Sprechstunden vor Ort. Ein Ärzteteam aus dem Sankt Vincentius Krankenhaus untersucht darüber hinaus alle Flüchtlinge unmittelbar nach ihrem Eintreffen in der Kurpfalzkaserne auf akute Krankheitssymptome und ansteckende Erkrankungen. In seinem Vortrag konnte Wresch mit Daten und Fakten die verbreitete Angst zerstreuen, dass von den Schutzsuchenden durch die Verbreitung von Krankheiten eine Gefahr für die Bevölkerung ausgeht. Er berichtete außerdem über die Kleiderkammer, für die das DRK Speyer ebenfalls verantwortlich ist. Nur durch die vielen Kleiderspenden und den unermüdlichen Einsatz von über 100 ehrenamtlichen Helfern war es in bisher etwa 7000 Arbeitsstunden möglich, die Versorgung der Flüchtlinge mit dem Nötigsten zu gewährleisten.

„Die meisten Flüchtlinge kommen aus einer uns unbekannten Kultur und gehören einer fremden Religion an - dem Islam. Das macht uns Angst, weil wir nicht verstehen was ihr Denken und Handeln bestimmt.“, fasste Dr. Cornelia Leszinski, Chefärztin der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Sankt Vincentius Krankenhaus und Moderatorin des Abends, zusammen. Während unsere Vorstellung vom Islam ganz wesentlich durch die Berichterstattung über Ereignisse geprägt ist, die mit Gewalt und Terror verbunden sind, vermittelte Nils Fischer von der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar Grundlegendes über diese Weltreligion. Der Philosoph und Islamwissenschaftler wies auf die Wurzeln interkultureller Missverständnisse hin und zeigte in seiner Analyse direkte Kommunikation als Weg hin zu mehr gegenseitigem Verständnis auf. Auch rief er zum Diskurs über unsere eigenen Wertevorstellungen auf um gemeinschaftlich erst einmal eine Basis für die Beschäftigung mit dem Fremden zu finden.

Wolfgang Hoffmann, Polizeihauptkommissar und Leiter der Ermittlungsgruppe Migration in Speyer, betonte in seinem Erfahrungsbericht ebenfalls die Bedeutung persönlicher Gespräche mit Flüchtlingen und besorgten Bürgern. „Auch wir mussten erst lernen, dass in anderen Kulturen manche vermeintliche Eskalation in Wirklichkeit einer für unsere Ohren etwas lautstarken aber gewaltlosen Diskussion entspricht“, so der Polizist. In vielen Beispielen aus seinem Alltag zeichnete er ein lebendiges Bild von der Situation in Speyer, in der eine Zunahme von Gewalt oder Kriminalität nicht zu verzeichnen sei.

In ihrem abschließenden Referat vermittelte Claudia Völcker, Leiterin des Fachbereichs Jugend, Familie, Soziales, Bildung und Sport der Stadt Speyer, einen Überblick über die zahlreichen Maßnahmen zur Integration der Flüchtlinge, die von der Stadt Speyer koordiniert werden. Als zentralen Bestandteil hob sie die Vermittlung der deutschen Sprache in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule als Grundlage hervor. Ihrer Erfahrung nach legt der frühe Beginn mit Sprachschulungen den Grundstein für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und an beruflicher Motivation im neuen Land. Sie sieht die vermehrte Zuwanderung als deutliche Chance für Speyer und die Region.

In einem waren sich alle Referentinnen und Referenten abschließend einig. Nur durch das außerordentliche Engagement vieler ehrenamtlicher Helfer konnte und kann die positive Aufnahme und Integration der Asylsuchenden gelingen. Sie alle bedankten sich ganz herzlich für die Unterstützung durch die Bevölkerung und warben auch für die Mithilfe in verschiedenen Bereichen. Interessierte können sich entweder beim Deutschen Roten Kreuz oder auf der Homepage der Stadt Speyer über die verschiedenen Projekte informieren.

 

 

Speyer, 05. Januar 2016

Grünes Licht für Neubau am Sankt Vincentius Krankenhaus
Land fördert die Baumaßnahme mit rund 11,7 Millionen Euro

 
Die Finanzierung steht: Mit rund 11,7 Millionen Euro wird das Land Rheinland-Pfalz den Neubau des Bettenhauses am Sankt Vincentius Krankenhaus Speyer unterstützen. Am 5.1.2016 hat David Langner, Staatssekretär im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, Verwaltungsdirektor Klaus Diebold den Förderbescheid verbunden mit der Bewilligung eines ersten Teilbetrages in Höhe von 4 Millionen Euro offiziell übergeben. Insgesamt soll die Baumaßnahme 18,1 Millionen Euro kosten, wovon rund 15,6 Millionen Euro grundsätzlich als zuwendungsfähig anerkannt werden. Rund 6,4 Millionen Euro  finanziert das Krankenhaus aus Eigenmitteln. Staatssekretär Langner betonte bei der Übergabe des Förderbescheides, dass das Land das Sankt Vincentius Krankenhaus sehr gerne unterstützt und auf seinem Weg in die Zukunft begleitet. „Mit dieser Förderzusage erkennt das Land auch die Bemühungen des Krankenhausträgers an, der in das Sankt Vincentius Krankenhaus immer wieder in erheblichem Umfang selbst investiert“, so der Staatssekretär „Ich freue mich, dass durch die Maßnahme die klinische Versorgung der Patientinnen und Patienten weiter verbessert wird“.

Mit der Übergabe des Förderbescheides kann die von Architekten Schmitt, Kunkel & Partner in Weinheim detaillierte Planung umgesetzt werden. Einer der ältesten Bauteile des seit 1905 bestehenden Sankt Vincentius Krankenhauses wird abgerissen und somit Platz geschaffen für einen sechsstöckigen Neubau. Auf vier Stationen können nach der Fertigstellung 120 Patienten untergebracht werden. In den unteren Etagen wird eine moderne und gut ausgestattete Zentralküche in unmittelbarer Nähe zur Mitarbeiter- und neuen Besuchercafeteria gebaut. Das Krankenblattarchiv, eine Zentralumkleide und viel Technik sind für das 2. Untergeschoss vorgesehen.

Die zeitliche Entwicklung
Seit über 10 Jahren steht der Krankenhausträger mit dem Ministerium des Landes Rheinland-Pfalz in Planungs- und Finanzierungsverhandlungen. Im ersten Ansatz ging man von einer Sanierung des Bettentraktes aus. In enger Zusammenarbeit mit Prüfstatikern, Architekten und Fachingenieuren wurden verschiedene Studien durchgeführt. Letztlich fiel die Entscheidung zugunsten eines Neubaus. Die Prüfergebnisse ließen keinen Zweifel daran, dass ein Ersatzneubau die wirtschaftlich richtige Entscheidung ist.
Weiterhin wird seitens der Landesbaubehörde (LBB), der Architekten und Fachingenieure viel Wert auf ökologische Nachhaltigkeit sowie die architektonische Anpassung an ein modernes Krankenhaus gelegt.

Was wurde bisher vorbereitet und welche Maßnahmen stehen unmittelbar an?
Die ersten Vorbereitungen veranlasste der Krankenhausträger bereits in den Jahren 2008 bis 2011. Der Baukörper musste geräumt werden. Im ersten Schritt wurde eine moderne 25-Betten-Modulstation errichtet. Im Anschluss sanierte das Krankenhaus den Bauteil A 1, um die entsprechenden Bettenkapazitäten auch während der Bauphase vorhalten zu können.
Des Weiteren wurde der Westflügel des Krankenhauses komplett saniert, um dort das Schlaflabor und die Pneumologische Ambulanz unterzubringen. Auch Untersuchungs- und Behandlungsräume sowie Arztzimmer sind zwischenzeitlich im Westflügel untergebracht. Damit die Küche einen Interimsplatz bekommen kann, wurde das Zentrallager verlegt.
Jetzt stehen weitere Interimsmaßnahmen an, die zur Förderung gehören. Bereits im Januar beginnen die ersten Arbeiten mit der Verlegung der Zentralküche, des Krankenblattarchivs und des Entsorgungsgebäudes. Eine Fluchttreppe für den Bauteil A 1 ist vor Abriss zu installieren, der gesamte alte Gebäudeteil muss professionell von Schadstoffen befreit werden.
Nach dem heutigen Bauzeitenplan beginnen die Abbrucharbeiten im Frühsommer dieses Jahres. Die Krankenhausleitung rechnet mit einer Bauzeit von 3 Jahren.   
Der ärztliche Direktor Dr. med. Klaus-Peter Wresch und Pflegedirektorin Monika Heidenmann sehen die Versorgung unserer Patienten während der gesamten Bauzeit in vollem Um fang gewährleistet. Jetzt gilt es, die einzelnen Bauschritte gut aufeinander abzustimmen.

 

 

Speyer, 15. Juni 2015

Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege
"Gesundheit braucht Pflege"   
„Und dass ich damals mit der Pflege-Ausbildung begonnen habe, habe ich niemals bereut!“ Wie oft hört man dies von Pflegefachleuten, die ihre Lieblings-Nische im weiten Feld des Gesundheitswesens gefunden haben. Denn eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege bietet unzählige Möglichkeiten für die Berufsausübung in jeder Lebensphase und für die berufliche Weiterentwicklung.

Mit unserer Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am Sankt Vincentius Krankenhaus Speyer haben wir über 60 Jahre Erfahrung. Unsere Stärke liegt in der Individualität. Indem wir jeden einzelnen unserer Schüler eng begleiten und fördern, schaffen wir eine vertrauensvolle Atmosphäre in der modernen Pflegeausbildung.

Karriere im Wachstumsmarkt Gesundheit
Immer mehr Berufsfelder entstehen nicht nur durch die fortschreitende Spezialisierung der Medizin sondern auch durch den Wandel der Gesellschaft. Unser Ausbildungskonzept setzt genau hier an. In der Praxis lernen die Schüler, neben den üblichen Fachbereichen, weitere spannende Zukunftsfelder im Gesundheitswesen kennen wie die Altersmedizin, Lungenheilkunde, Schmerzmedizin oder auch die Rekonstruktive- und Plastische Chirurgie. Die meisten gesetzlichen Pflichteinsätze können direkt vor Ort in Speyer und im Krankenhaus Zum Guten Hirten in Oggersheim (in gleicher Trägerschaft) absolviert werden. Dabei profitieren die Auszubildenden vom trägerübergreifenden Praxisanleitungskonzept mit drei hauptamtlichen und zahlreichen weitergebildeten Praxisanleiterinnen in den Fachbereichen. Außerdem stehen nach bestandenem Examen gleich zwei große Arbeitgeber für den nahtlosen Übergang ins Berufsleben zur Verfügung.

Besondere Angebote

Mit der Berufsausbildung beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Wir bieten günstige Wohnmöglichkeiten im nahe gelegenen Wohnheim, so dass die jungen Leute die Möglichkeit haben, sich in ihrer Selbstständigkeit auszuprobieren. Dennoch wissen wir um die Wichtigkeit des familiären Rückhaltes. Deshalb veranstalten wir zu Beginn der Ausbildung einen "Angehörigennachmittag". Die Bezugspersonen sollen Gelegenheit haben, Schule und Arbeitgeber vor Ort kennen zu lernen. Wir fördern durch Seminare, Exkursionen und kontinuierliche Fallarbeit gezielt die Sozialkompetenz. Auf Wunsch ermöglichen wir heimatnahe Praxiseinsätze in der ambulanten Pflege und Wahleinsätze in den Bereichen Intensivpflege oder OP.

Neugierig geworden?
Ausbildungsbeginn ist jährlich am 1. September, die Ausbildung dauert drei Jahre. Bewerben kann sich jeder, der einen Realschul- oder gleichwertigen Schulabschluss hat. Alternativ ist der Einstieg mit einer abgeschlossenen Ausbildung in einem anderen Beruf möglich. Interessenten sollten für den nötigen Einblick in ihren Traumberuf bereits ein pflegerisches Praktikum absolviert haben.

Wir freuen uns auf Sie!


Beispiele für Arbeitsfelder examinierter Gesundheits- und KrankenpflegerInnen:

  • Im Krankenhaus: Stationsarbeit, Diagnostik, Ambulanz, Operationsabteilung
  • Ambulante Pflegedienste, Reha-Einrichtungen, Senioren- und Pflegeheime, Dialysezentren
  • Weiterbildungsmöglichkeiten: Intensiv- und Anästhesiepflege, Atemtherapie, Schmerztherapie, Praxisanleitung, Wundmanagement, Case Management
  • Mit abgeschlossener Berufsausbildung wird gleichzeitig die Fachhochschulreife für fachbezogene Studiengänge in Rheinland-Pfalz erworben: Pflegepädagogik, Pflegemanagement


Schule für Gesundheits- und Krankenpflege
Schulleitung Martina Wohninsland, Carmen Ullmer
Holzstr. 4a
67346 Speyer
Telefon 06232 133-297
krankenpflegeschule@remove-this.vincentius-speyer.de

 

 

Rückblick - Ausgewählte Artikel aus unserem Archiv

Speyer, im Dezember 2014

Klinik für Innere Medizin II mit den Schwerpunkten Lungenheilkunde, Schlafmedizin und Weaning eröffnet

v.l.n.r. Dr. A. Huhn, Dr. O. Jung, Dr. N. Schandorf

Bisher gab es in Speyer und der näheren Umgebung keine spezialisierte Klinik für Lungenheilkunde. Seit 01. Oktober 2014 kann das Sankt Vincentius Krankenhaus Speyer Patientinnen und Patienten nun auch stationär eine umfangreiche Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Lunge, des Brustkorbes, Störungen des Schlafes sowie Lungen- und Atemversagen anbieten. Leitender Arzt der neuen Klinik ist der Internist, Pneumologe und Somnologe Dr. med. Oliver Jung.

Lungenerkrankungen gehören weltweit zu den häufigsten Krankheitsbildern überhaupt. Besonders die Anzahl chronischer Lungenerkrankungen nimmt stetig zu und raubt Patientinnen und Patienten nach und nach buchstäblich den Atem [vgl. Hintergründe]. Auch schlafbezogene Atemstörungen treten immer häufiger auf und können unbehandelt schwerwiegende Langzeitfolgen wie Unfälle durch Sekundenschlaf am Steuer, Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall haben.

Seit 2009 besteht das Schlaflabor Speyer im Sankt Vincentius Krankenhaus, dem die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin im September 2014 die qualitativ hochwertige Arbeit durch die Akkreditierung bescheinigt hat. Der leitende Arzt, Dr. med. Oliver Jung, ist Internist mit dem Schwerpunkt Pneumologie und der Zusatzbezeichnung Somnologie (Schlafmedizin). Auch in der Pneumologischen Ambulanz des Hauses bestand bisher bereits die Möglichkeit für eine umfangreiche Diagnostik atembezogener Erkrankungen. Durch die fachkompetente Verstärkung des ärztlichen Teams können seit Oktober Betroffene nun auch stationär weiter betreut werden.

Die eigenständige Klinik für Innere Medizin II bietet die Diagnostik und Behandlung eines umfangreichen Spektrums pneumologischer und somnologischer Erkrankungen an.  In besonderen Fällen erfolgt diese in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Spezialisten oder speziellen Zentren:

  • Asthma, chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD), Lungenemphysem
  • Abklärung von (Blut-)Husten oder Luftnot unklarer Ursache
  • Infektiöse Lungenerkrankungen
  • Erkrankungen des Lungen- und Rippenfells, des Brustkorbes und des Mediastinums (Raum zwischen die beiden Lungen), z.B. Tumoren
  • Generalisierte oder gefäßbedingte Lungenerkrankungen, wie allergische Entzündungen oder Lungenhochdruck
  • Therapie(-einleitung) sämtlicher schlafbezogener Atemstörungen
  • Langzeitbeatmete Patienten können darüber hinaus ambulante und stationäre Kontrollen ihrer Beatmungstherapie und -einstellung durchführen lassen.

Weaning
Ein weiterer Schwerpunkt der Klinik für Innere Medizin II ist das Weaning. Beim „Weaning“ werden Betroffene in einem aufwändigen Prozess von der Beatmung entwöhnt, die entweder sehr lange künstlich beatmet waren oder bereits vor der Beatmung eine gestörte Lungenfunktion hatten. Seit 2010 wurde gemeinsam mit der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin unter der Leitung von Dr. med. Klaus-Peter Wresch und der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie unter der Leitung von Dr. med. Cornelia Leszinski das Weaning-Zentrum Speyer aufgebaut. Viele verschiedene Experten und Berufsgruppen wie Ärzte, Pflegefachkräfte, Physio- und Ergotherapeuten, Psychologen und Logopäden sind an diesem Konzept beteiligt. Über 200 Patientinnen und Patienten wurden seither bereits aus anderen Kliniken übernommen und behandelt.

Räumliche Veränderungen
Im Januar 2015 wird das Schlaflabor in neu ausgestattete Räume im Westflügel, Haus B des Sankt Vincentius Krankenhauses umziehen. Ab diesem Zeitpunkt werden sechs moderne polysomnographische Messplätze zur Verfügung stehen, bisher waren es vier. Auch die Untersuchungsräume werden dorthin verlegt, sodass die Wege für die Patienten kurz und überschaubar sind. Für die baulichen Veränderungen hat das Sankt Vincentius Krankenhaus rund 500 000 Euro investiert.

Hintergründe
Das Asthma bronchiale tritt mit einer Häufigkeit von 10 % bei Kindern und Jugendlichen und ca. 5 % bei Erwachsenen auf. Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) hat in der Gesamtbevölkerung eine Häufigkeit von ca. 10 %. Dabei ist von den über 75-jährigen fast jeder Vierte betroffen! Im Jahr 2020 wird diese Erkrankung die dritthäufigste Todesursache weltweit sein und dieser Trend wird mindestens 20 bis 30 Jahre anhalten.
Der Lungenkrebs stellt bei beiden Geschlechtern die dritthäufigste Krebsart dar und ist der häufigste bei Männern und der zweithäufigste bei Frauen zum Tode führende Tumor. Die Neuerkrankungsrate liegt bei ca. 60 auf 100.000 Einwohner pro Jahr.

 

 

Speyer, den 15. September 2014

Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Pfalz
Zertifiziert durch die Deutsche Kontinenzgesellschaft e.V.

Jeder zehnte Deutsche leidet unter unwillkürlichem Urin- oder Stuhlverlust. Dabei kann man etwas dagegen tun! Der erste Schritt zur Heilung ist, sich seinen Beschwerden zu stellen und Hilfe in Anspruch zu nehmen. Im Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Pfalz bieten wir Ihnen sämtliche Möglichkeiten an.

Es gibt verschiedene Formen der Harn- und Stuhlinkontinenz, die sehr unterschiedliche Ursachen haben können. Wichtig ist die exakte Diagnose: Art, Schweregrad, Risikofaktoren, Auslöseereignisse, Voroperationen, Begleiterkrankungen und eventuelle Medikationen müssen genau erhoben und analysiert werden.

Ist eine spezifische Behandlung angezeigt stehen wir Ihnen im Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Pfalz an den beiden Standorten Sankt Vincentius Krankenhaus Speyer und Vinzentius-Krankenhaus Landau gerne zur Verfügung. Wir bieten Ihnen einfühlsame, kompetente Beratung, moderne apparative Diagnostik und individuelle Therapien an. Bei uns arbeiten Fachärzte für Urologie, Chirurgie, Innere Medizin, Gynäkologie, Pädiatrie und Radiologie mit Physio- und Urotherapeuten zusammen.

Wir bieten nicht-operative Therapien an wie:

  • speziell abgestimmte Beckenbodengymnastik,
  • Verhaltenstherapie („Urotherapie“), bei der insbesondere Kinder das Empfinden für die eigene Blase wahr zu nehmen lernen,
  • Elektrostimulation,
  • Biofeedback-Training,
  • Pessartherapie,
  • Stuhllregulierung/ Ernährungsberatung
  • oder auch eine Impftherapie bei Harnwegsinfekten.

Außerdem sind unsere Ärzte ausgewiesene Experten für sämtliche traditionellen und modernen operativen Verfahren wie beispielsweise:

  • die Injektion von Botox bei überaktiven Blasen,
  • Operationen von Blasensenkungen (in Schlüssellochtechnik, über die Scheide oder den Bauchraum),
  • das Einpflanzen von Blasenschrittmachern
  • oder das Einbringen von Bändern und/ oder Kissen unter der Harnröhre.

Kommen all diese Möglichkeiten nicht in Frage, stehen heute sogar künstliche Schließmuskel zur Verfügung.

Die Deutsche Kontinenzgesellschaft e.V. hat die Arbeit des Kontinenz- und Beckenbodenzentrums Pfalz im Juni 2014 mit ihrem Zertifikat ausgezeichnet. Den ersten und wichtigsten Schritt zur Kontinenz muss jeder Betroffene jedoch selbst tun... Wir helfen!

 

 

Alle Vorteile der engen Kooperation zwischen den verschiedenen Spezialisten und technischen Möglichkeiten stehen Ihnen im Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Pfalz unter der Leitung von Prof. Dr. Gerald Haupt an den beiden Standorten Sankt Vincentius Krankenhaus Speyer und Vinzentius-Krankenhaus Landau zur Verfügung:

Sankt Vincentius Krankenhaus
Holzstr. 4a
67346 Speyer
Telefon (06232) 133-311
Fax (06232) 133-333

Vinzentius-Krankenhaus
Cornichonstraße. 4
76829 Landau
Telefon (06341) 17-2600
Fax (06341) 17-2604

Email: info@kontinenzzentrum-pfalz.de
www.kontinenzzentrum-pfalz.de


Speyer, den 09. September 2014

Die Größe eines einfachen Lebens

2013-2014 ist für die Kongregation der Schwestern vom Göttlichen Erlöser, die „Niederbronner Schwestern“, das Jahr der Spiritualität ihrer Gründerin Mutter Alfons Maria. In den Klöstern und Einrichtungen der Ordensgemeinschaft finden unter dem Motto „Die Größe eines einfachen Lebens“ Veranstaltungen statt, die an das Leben und Wirken der Stifterin erinnern. In der Vorderpfalz ist die Kongregation heute unter anderem im Sankt Vincentius Krankenhaus Speyer und dem Krankenhaus Zum Guten Hirten in Ludwigshafen-Oggersheim präsent.

Vor 200 Jahren, am 09. September 1814, wird Elisabeth Eppinger als erstes Kind kleiner Bauern in Bad Niederbronn im Elsass geboren. Die Zeit ist geprägt von Hungersnot, Epidemien und politischen Unruhen. Die Industrialisierung hat Landflucht zur Folge. Kinder, Alte und Kranke bleiben oft sich selbst überlassen. Elisabeth wächst in der Geborgenheit von Familie, Nachbarschaft und Pfarrei auf. Früh hilft sie in Haus und Feld, betreut die zehn Geschwister. Und früh spürt sie die Sehnsucht nach Gott, sucht die Einsamkeit um zu beten. Während der Schulzeit besucht Elisabeth am liebsten den Religionsunterricht. Sie trifft sich mit Gleichgesinnten zu Gebet und religiösem Gespräch – aber auch um Kranke, Arme, Alleinstehende oder Familien in Not zu unterstützen.

Mehrfach wird sie in ihrer Jugend von Krankheit ans Bett gefesselt, muss Ängste, Glaubenszweifel und ihr „Untätig sein“ aushalten. In dieser Zeit kommen viele Besucher an ihr Krankenbett um ihren Rat zu suchen. Elisabeth ist bekannt geworden als „die Seherin“, „die Ekstatische“ von Niederbronn. Sie sieht ins Herz und sieht voraus. Ihr Wunsch, in eine Ordensgemeinschaft einzutreten und sich ohne Unterschiede allen Menschen in der Pflege von Kranken, der Betreuung von Kindern in Not, deren Bildung und Erziehung sowie der Versorgung von Alten und Armen zuzuwenden wächst. So reift in Begleitung ihres Heimatgeistlichen, Pfarrer Reichard, und des damaligen Bischofs von Straßburg schließlich der Entschluss, eine eigene Kongregation zu gründen. Am 28. August 1849 zieht sie mit drei Gefährtinnen ins „Klösterle“ von Niederbronn ein. Ihr Ordensname wird Mutter Alfons Maria nach dem Priester Alfons Maria von Liguori, der sich im 18. Jahrhundert um die Armen im Land kümmerte.

Junge Frauen aus der Umgebung und großer Entfernung treten in die junge, rasch wachsende Ordensgemeinschaft ein. Schon bald werden Schwestern über die Grenzen des Elsasses hinaus angefordert. Die erste Niederlassung auf deutschem Boden wird 1852 in der Speyerer Engelsgasse errichtet. Als die Stifterin am 31. Juli 1867 stirbt, zählt die Kongregation über 700 Ordensfrauen in 85 Niederlassungen - heute leben und wirken die Schwestern vom Göttlichen Erlöser in 17 Nationen auf vier Kontinenten.

Das Charisma von Mutter Alfons Maria und ihre Offenheit für die aktuellen Nöte der Menschen und der Welt prägen bis heute alle zugehörigen Einrichtungen. Und entgegen den Herausforderungen jeder Zeit, beweist die Kongregation in ihrer mehr als 160-jährigen Geschichte immer wieder Weitsicht. Häufig mussten bereits Entscheidungen getroffen werden, die grundlegende Veränderungen mit sich brachten. So zum Beispiel auch in den beiden Krankenhäusern der Vorderpfälzer „Krankenhausstiftung der Niederbronner Schwestern“, dem Sankt Vincentius Krankenhaus Speyer und dem Krankenhaus Zum Guten Hirten Ludwigshafen-Oggersheim. Die Entwicklungen der Medizin, der Kostendruck im Gesundheitswesen, öffentliche Versorgungspläne sowie die Erwartungen der Patienten bilden den jeweiligen Rahmen, in dem Entscheidungen getroffen werden. Und beide Häuser bleiben durch diese kontinuierlichen Anpassungsprozesse, beispielsweise im Hinblick auf die medizinischen Angebote, wettbewerbsfähig, qualitäts- und patientenorientiert und wichtige Arbeitgeber der Region.

Trotz aller weltlichen Umstrukturierungen will die Kongregation den Geist und die Spiritualität in ihren Einrichtungen bewahren. Wo früher vor allem die Ordensschwestern die Atmosphäre und das Erscheinungsbild der Häuser prägten, wird heute viel Wert auf die Bindung und den Einbezug der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelegt. Immer wieder werden sie motiviert, an der Umsetzung von Veränderungen mitzuwirken und so als Teil der Gemeinschaft zusammen zu wachsen, die die Wurzeln der Ordensgemeinschaft immer wieder aufs Neue in die Gegenwart und Zukunft überträgt. So soll der Wahlspruch der Kongregation „Schöpft mit Freude aus den Quellen des Heils“ (Jes 12,3) weiter Grundlage für jede Generation bleiben, die beweglich und anpassungsfähig, allen zugewandt, einfach und aufgeschlossen das Werk der Nächstenliebe von Mutter Alfons Maria Eppinger weiter führt.

 

 

Speyer, den 31. Juli 2014

Nach Unfall wieder mobil
Erste Mikrochirurgische Gewebstransplantation erfolgreich

Gudrun Engel aus Schifferstadt war das erste Unfallopfer, das von der Kooperation der Kliniken für Unfallchirurgie und Orthopädie (Chefarzt Dr. Werner Schrammel) und Rekonstruktiven Chirurgie und Handchirurgie (Chefarzt Dr. Carnac Yazdandust) profitieren konnte. Sie war am 14. Mai als Radfahrerin von einem Auto erfasst worden und hatte einen komplizierten Sprunggelenksbruch am rechten Bein erlitten. Die Knochenbrüche gingen zusätzlich mit ausgedehnten Weichteilverletzungen einher. Es mussten im Verlauf nicht nur Haut, sondern komplettes Gewebe vom Rücken an den Außenknöchel transplantiert werden.

Möglich machen diese Verfahren mikrochirurgische Techniken, bei denen auch die Blutversorgung des entnommenen Gewebes am Bestimmungsort „angeschlossen“ werden kann. Die Operation hatte, inklusive Versorgung der Knochen durch die Unfallchirurgen, rund 5 Stunden gedauert. Bisher mussten Patienten mit solchen Verletzungen nach Ludwigshafen oder Mannheim verlegt werden.

Bei der Abschlussuntersuchung vor dem Reha-Termin erhielt Gudrun Engel heute die gute Nachricht, dass sie ihr Bein nach insgesamt 10 Wochen wieder voll belasten darf. Zum Schutz der Transplantationsstelle trägt sie lediglich noch einen Kompressionsstrumpf.

 

 

Speyer, 09. Mai 2014

Klinik für Rekonstruktive Chirurgie und Handchirurgie eröffnet
Im Sankt Vincentius Krankenhaus gibt es seit dem 01. Mai 2014 eine neue Klinik für Rekonstruktive Chirurgie und Handchirurgie. Schwerpunkte sind die plastische Weichteilrekonstruktion nach Unfällen oder nach Tumoroperationen sowie das gesamte Spektrum der Handchirurgie unter Einsatz mikrochirurgischer Techniken. „Durch das neue Angebot erweitert sich das operative Spektrum unseres Hauses“, freut sich Verwaltungsdirektor Klaus Diebold. „Diese speziellen Operationen, für die die Speyerer bisher mindestens bis nach Ludwigshafen, Mannheim oder Heidelberg reisen mussten, können wir nun direkt vor Ort anbieten.“

Chefarzt der neuen Klinik ist Dr. med. Carnac Yazdandust. Als langjähriger Oberarzt der Klinik für Hand-, Plastische und Rekonstruktive Chirurgie – Schwerstbrandverletztenzentrum der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Ludwigshafen konnte er umfangreiche Erfahrungen in seinem Fachgebiet sammeln.

Die Rekonstruktive Chirurgie befasst sich hauptsächlich mit dem plastischen Verschluss von Weichteildefekten, die durch Unfälle oder durch Tumore entstanden sind.  Diverse Verfahren wie die lokale Verschiebung von Gewebe, Hautverpflanzungen oder freie Gewebstransplantationen können zur Deckung eingesetzt werden. Die Funktion von Gliedmaßen kann beispielsweise durch die Transplantation ganzer Muskeleinheiten oder durch kombinierte Knochen- und Weichteilrekonstruktionen wiederhergestellt werden.  Mit diesen mikrochirurgischen Verfahren kann auch Frauen geholfen werden, die sich nach einer Tumoroperation eine Rekonstruktion ihrer Brust mit körpereigenem Gewebe wünschen.

Ein weiterer Schwerpunkt von Chefarzt Dr. Yazdandust liegt im Bereich der Handchirurgie. Neben der Versorgung aller akuten Handverletzungen gehören zu diesem umfangreichen Gebiet auch funktionserhaltende Operationen bei Arthrosen von Hand- und Fingergelenken, gegebenenfalls auch mit prothetischem Gelenkersatz, sowie die Behandlung rheumatischer Veränderungen, von Lähmungen und anderen Funktionseinschränkungen bis hin zur Umleitung von Muskelfunktionen zum Wiedererlangen der Handfunktion. Das Spektrum umfasst auch die Korrektur und Rekonstruktion von kindlichen Fehlbildungen der Hand und der Finger.
„Mit dem neuen Angebot von Dr. Yazdandust ergeben sich besonders durch die enge Kooperation mit den anderen Kliniken unseres Hauses viele Vorteile und kurze Wege für unsere Patienten“ erläutert der Ärztliche Direktor Dr. Klaus-Peter Wresch. „Im Sankt Vincentius Krankenhaus, dem Versorgungszentrum für Unfallverletzte in Speyer, können jetzt hier vor Ort auch alle Handverletzungen auf höchstem Niveau versorgt werden.“
Chefarzt Dr. Carnac Yazdandust ist in Bad Kreuznach geboren und hat sein Medizinstudium in Mainz absolviert. Nach mehreren anderen beruflichen Stationen führte er als Oberarzt der BG-Unfallklinik Ludwigshafen zwei Jahre lang auch die Sektion Handchirurgie der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg. Zuletzt war Yazdandust als Chefarzt im Münsterland tätig. „Heimweh hat mich und meine Familie wieder hierher zurückgeführt “, schmunzelt der 44jährige Wahl-Pfälzer. „Ich freue mich sehr auf die neuen Herausforderungen hier im Speyerer Vincenz.“

 

 

 

 

Speyer, 31. März 2014

Klinikhygiene ist vorbeugender Gesundheitsschutz
MdL Friederike Ebli und Gesundheitsstaatssekretär David Langner präsentierten in Speyer die Online-Fortbildung „Hygiene im Krankenhaus“

Friederike Ebli (MdL)

In medizinischen Einrichtungen ist ein gutes Hygienemanagement von entscheidender Bedeutung, um die Weiterverbreitung von multiresistenten Keimen zu bekämpfen und Infektionen vorzubeugen. Landtagsabgeordnete Friederike Ebli stellte im Sankt Vincentius Krankenhaus Speyer gemeinsam mit Gesundheitsstaatssekretär David Langner die Online-Fortbildung „Hygiene im Krankenhaus“ vor. Sie dient der Schulung von ärztlichen und pflegerischen Fachkräften und soll dazu beitragen, dem Personal, das oft unter hohem Zeitdruck verantwortungsvolle Aufgaben wahrnehmen muss, klare und gut umsetzbare Hygieneregeln an die Hand zu geben.

Staatssekretär David Langner

Die Online-Fortbildung ist Teil eines Modellprojekts zur Krankenhaushygiene, das der Landtag Rheinland-Pfalz gemeinsam mit dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD) initiiert hat. Sie wurde von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) in Kooperation mit dem Sankt Vincentius Krankenhaus in Speyer entwickelt. „Die Fortbildung trägt dazu bei, durch die Optimierung von Hygienemaßnahmen eine qualitativ hochwertige Krankenver-sorgung sicherzustellen“, sagte Staatssekretär David Langner bei der Präsentation. „Nach der rheinland-pfälzischen ‚Landesverordnung über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen’ sind die Einrichtungen nicht nur zur regelmäßigen Schulung ihres Fachpersonals verpflichtet, sondern zur Information aller dort tätigen Personen“, betonte Langner. Die Online-Fortbildung nehme die täglichen Abläufe in den Blick und gebe dem Personal wertvolle Praxishilfen, die die Einhaltung der Hygieneregeln im Klinikalltag wirksam unterstützen, so Langner.

Drei Filme, die im Sankt Vincentius Krankenhaus gedreht wurden, bilden den Kernbestandteil der Fortbildung. Sie zeigen, wie die Gefahr einer Übertragung von multiresistenten Erregern von Patient zu Patient reduziert werden kann. Da bei dieser Übertragung das Krankenhauspersonal eine zentrale Rolle spielt, widmen sich die Lehrfilme den allgemeinen Grundlagen der Händedesinfektion, den Umgangsregeln mit infizierten Patientinnen und Patienten im Krankenzimmer und deren Transport innerhalb der Klinik.

Dr. Cornelia Leszinski, Chefärztin der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie und hygienebeauftragte Ärztin des Sankt Vincentius Krankenhauses, und Dr. Klaus-Peter Wresch, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin und Ärztlicher Direktor, betonten das hohe Problembewusstsein ihres Hauses für das Thema Hygiene. „Neben Maßnahmen wie der Strukturierung von Arbeitsabläufen unter hygienischen Aspekten und einem besonderen Augenmerk auf das wichtige Thema Händehygiene ist uns die intensive und kontinuierliche Schulung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wichtig“, sagte Dr. Klaus-Peter Wresch. „Neben unserem seit 2010 jährlich stattfinden Fachsymposium ‚Speyerer Hygienetag‘ ist das E-Learning ein innovativer Ansatz. Es erlaubt unserem Personal, sich orts- und zeitungebunden weiterzubilden und erreicht alle in den Klinikalltag eingebundenen Berufsgruppen“, betonte Dr. Cornelia Leszinski.

Das E-Learning wird ergänzt durch multimediale und interaktive Module. Ziel ist es, dass die dargestellten Handlungsabläufe als positiv und selbstverständlich wahrge-nommen werden und ihre Übertragung in die Praxis erleichtert wird. „Die im Rahmen des Modellprojekts entstandene Online-Fortbildung ist zwar konzipiert für das Sankt Vincentius Krankenhaus, kann aber durch Modifizierungen auch von anderen Kran-kenhäusern im Land angewendet werden“, erklärte Landtagsabgeordnete Friederike Ebli. Die Umsetzung an weiteren Kliniken ist bereits in Planung. Weitere Kranken-häuser, die sich für eine Nutzung der Fortbildung interessieren, können sich an die LZG wenden. Weitere Informationen dazu unter: www.lzg-rlp.de/krankenhaushygiene

Wissenschaftlich begleitet wurde das Projekt von Prof. Dr. Dr. Bernd Jansen, Leiter der Abteilung für Hygiene und Umweltmedizin der Universitätsmedizin Mainz.

 

 

Speyer, 15.09.2013

Radiofrequenz-Kyphoplastie

Neue Methode stabilisiert gebrochene Wirbelkörper und lindert Schmerzen

Unter Osteoporose leiden weltweit etwa 200 Millionen Menschen. In Deutschland betrifft die Erkrankung etwa 25 Prozent der Altersgruppe über 50 Jahre, darunter überwiegend Frauen – Tendenz steigend. Knochenschwund gehört somit zu den Volkskrankheiten. Schmerzhafte Wirbelkörperbrüche als Folge von Osteoporose lassen sich mithilfe eines neuen Verfahrens jetzt noch sicherer, knochenschonend und substanzerhaltend therapieren. Die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie im Sankt Vincentius Krankenhaus arbeitet bereits seit 2 Jahren mit dieser sogenannten Radiofrequenz-Kyphoplastie und erzielt gute Erfolge.

Bei der neuen Methode wird ein speziell entwickelter gummiartiger Knochenzement (DFine Europe GmbH, Mannheim) in den porösen Wirbel gegeben. Im Gegensatz zu herkömmlichen Methoden umschließt die zähe Masse die feinen Wirbelstrukturen, ohne diese dabei zu zerstören. Anschließend härtet die aktivierte Substanz an Ort und Stelle aus. „Dank der Zugabe von Radiofrequenzenergie erreicht der ohnehin zähe Zement seine sehr hohe Viskosität. So lässt sich das Risiko von Zementaustritten in den sensiblen Bereichen minimieren und der Wirbel kann ohne zusätzliche Maßnahmen stabilisiert und gegebenenfalls aufgerichtet werden“, erläutert Chefarzt Dr. med. Werner Schrammel. Neben der hohen Sicherheit liegen die Vorteile für die Patienten in einer in der Regel kurzen Operationsdauer und schnellen Rehabilitationszeit.

Gummiartiger Zement bringt Lebensqualität zurück   

Die neue Methode wird unter Vollnarkose durchgeführt und dauert nur etwa 25 Minuten pro Wirbel. Hiervon profitieren besonders ältere Patienten. Über zwei kleine Zugänge führt der Operateur unter Röntgenkontrolle zwei schmale Kanülen in den behandlungsbedürftigen Wirbelkörper ein. Mit einem feinen Instrument, an dessen Ende sich eine bewegliche Spitze befindet, werden gezielt kleine Gänge im porösen Knochen angelegt. Bevor dann der Zement in die betroffene Stelle gelangt, kommt die Radiofrequenzenergie hinzu. In diesem Moment verändert der Zement seine Eigenschaft und wird zäh wie Harz. Der gummiartige Knochenzement gelangt kontrolliert und sicher in den vorbereiteten Hohlraum. Von hier aus bahnt sich die Masse ihren Weg durch die feinen Gänge des Knocheninneren und umschließt die löchrige Struktur, ohne diese zu zerstören. Anschließend härtet der Zement aus und dient als aktive Stabilisierung des gebrochenen Wirbelkörpers. Durch die Röntgenkontrolle ist sicher gestellt, dass der Arzt jederzeit über den Zementverlauf informiert ist. Zurück bleiben zwei kleine Schnitte. Gewöhnlich kommt es bei den Patienten innerhalb kurzer Zeit zu einer deutlichen Schmerzlinderung und die gewohnten Aktivitäten können wieder aufgenommen werden.
Eine Kyphoplastie ist allerdings nicht in jedem Fall ausreichend. Je nach Bruchform sind weitere Stabilisierungen der Wirbelsäule erforderlich. Inwiefern dies notwendig ist, wird im Vorfeld natürlich ausführlich mit dem Patienten besprochen und ggf.  durch eine Computer- und/ oder Kernspintomografie abgeklärt.

Chefarzt Dr. med. Werner Schrammel hat sich auf dem Gebiet der  Wirbelsäulenstabilisierungen spezialisiert und führt diese Operationen seit fast 10 Jahren durch. „Besonders im Anfangsstadium lassen sich durch die Kyphoplastie sehr gute Erfolge im Bereich der Schmerzlinderung erzielen.“

 

Sankt Vincentius Krankenhaus
Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie
Holzstr. 4a
67346 Speyer
Tel: (06232) 133-386
unfallchirurgie@remove-this.vincentius-speyer.de

 

Speyer, 19.03.2013

Sichere Patientenidentifikation im St.-Vincentius-Krankenhaus

Seit August 2012 setzt das St.-Vincentius-Krankenhaus auf Patientenarmbänder zur Ergänzung der sicheren Patientenidentifikation. Das Qualitäts-Projekt zur Einführung konnte im Februar 2013 erfolgreich abgeschlossen werden.

„So Herr Krauth, bevor Sie auf Ihre Station gehen, möchte ich Ihnen noch Ihr Patientenarmband anlegen. Dadurch können Sie zu jedem Zeitpunkt – auch während der Narkose morgen – sicher sein, dass Sie niemand bei uns verwechselt!“ Für die Mitarbeiterinnen der Patientenaufnahme im St.-Vincentius-Krankenhaus ist es mittlerweile Routine, allen Neuzugängen das leichte Kunststoff-Armband anzulegen. „Nur wenige lehnen das Armband ab“, berichtet Simone Dennerle zufrieden. „Es werden höchstens einmal Witze über die „All-Inclusive“-Bänder gemacht. Aber der Nutzen überzeugt die neuen Patienten meist ohne lange Erklärungen.“

In einem Klinikbetrieb arbeiten viele Menschen für viele Menschen zusammen. Und nur wenn der richtige Patient die richtige, für ihn optimale Behandlung erfährt, kann die medizinische Versorgung erfolgreich sein. Doch diese scheinbare Selbstverständlichkeit ist nicht banal: Nicht selten ist die Einbeziehung von Patienten bei der Identifikation erschwert. Sei es rund um eine Operation und Narkose oder weil es sich um aufgeregte Notfallpatienten, schwerhörige, fremdsprachige, demente, wahrnehmungseingeschränkte Personen, Kinder oder Menschen mit geistiger Behinderung handelt. In diesen Fällen ist die direkte Ansprache nicht oder nur eingeschränkt möglich.
Bei Verwechslungen im Krankenhaus dreht es sich übrigens nicht nur um Schreckensszenarien wie falsch-operierte Extremitäten oder Organe. Falsche Laborwerte können den Behandlungsprozess verzögern, falsch verabreichte Medikamente bergen Gefahren und schon ein falsches Mittagessen kann zu Unverträglichkeiten führen. „Aus diesem Grund raten wir auch all unseren Patienten, stets mitzudenken und die Verantwortung für die eigene Gesundheit nicht blind abzugeben“ erklärt Pflegedirektorin und QM-Koordinatorin Monika Lenz.
Das Projekt „Einführung von Patientenarmbändern“ wurde im St.-Vincentius-Krankenhaus Speyer initiiert, um Fehlern vorzubeugen. „Wir sind heilfroh, dass bei uns noch keine schlimmen Verwechslungen vorgekommen sind“, so Lenz. „Doch darauf wollten wir es nicht ankommen lassen!“ Gemäß den Empfehlungen des Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V., erhalten die Patienten im Vincenz seit August 2012 ein leichtes Kunststoff-Armband, das mit den wichtigsten Informationen – Name, Vorname, Geburtsdatum und Fallnummer – versehen ist. Dadurch wird gewährleistet, dass jeder Patient anhand seines Armbandes jederzeit durch jede Berufsgruppe an jedem Ort und in jeder Bewusstseinslage eindeutig identifiziert werden kann.
Selbstverständlich erfolgt die Anlage des Bandes auf freiwilliger Basis. Doch die Auswertung der Testphase im Projekt hat ergeben, dass Mitarbeiter und Patienten die neue Maßnahme gleichermaßen positiv bewerten. Bei Interviews mit Patienten fielen Schlagworte wie „gibt ein Gefühl der Sicherheit“ oder auch „da schläft man vor einer OP viel ruhiger ein“. Und besonders die Mitarbeiter außerhalb der Stationen, die Patienten nur kurz zu Untersuchungen oder Behandlungen treffen, profitieren von der neuen Ergänzung im Sicherheitskonzept.
Patientenidentifikation ist ein aktiver Vorgang des Erkennens, des Wieder-Erkennens und des sich Vergewisserns. Und die Patientenarmbänder sollen keines Falls die Kommunikation ersetzen! Doch es gibt sicher keinen Mitarbeiter im Gesundheitswesen, dem nicht mindestens ein Beispiel für einen (Beinahe-)Fehler durch eine Verwechslung einfällt. Die Patientenarmbänder bieten hier ein Stück zusätzliche Sicherheit, auf die im Vincenz keiner mehr verzichten will.

 

 

 

Speyer, 05.10.2011

Darm-OPs im St.-Vincentius-Krankenhaus: Auch im Notfall alle Vorteile

Beeindruckt zeigte sich das Fachpublikum aus niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Vorstellung der hauseigenen Studienergebnisse zum Thema „Fast track“ in der Darmchirurgie am Mittwoch Abend im St.-Vincentius-Krankenhaus. Bereits seit 2004 wird das moderne Behandlungskonzept hier erfolgreich umgesetzt.

Wörtlich übersetzt heißt Fast track „schnelle Schiene“. Das Konzept hat zum Ziel, die Gefahr von Komplikationen um eine Operation herum so gering wie möglich zu halten. Außerdem erfolgt die Erholungsphase nach einem Eingriff nachweislich schneller und läuft für die Patienten in Bezug auf Schmerzen, Verdauungsprobleme und allgemeine Komplikationen deutlich komfortabler ab. Verschiedene Module, wie der Einsatz spezieller Schmerzkatheter, eine gezielt schonende Operationstechnik sowie frühe Mobilisation wirken zusammen und werden in Teamarbeit zwischen Ärzten verschiedener Fachabteilungen, Pflegenden und Physiotherapeuten umgesetzt.
Noch vor wenigen Jahren erlebten Patienten vor- und nach einer Darmoperation lange Phasen ohne Nahrung. Heute weiß man, dass die Genesung durch die schnelle Wiederaufnahme der normalen Ernährung nicht nur Vorteile für die Heilung der Operationsnähte oder die Verdauungsfunktion bringt. Auch die allgemeine Kraft und Leistungsfähigkeit wird nicht so stark beeinträchtigt, wie das ohne „Fast track“ der Fall war. Der „lähmenden Müdigkeit“ nach Operationen (= postoperative Fatigue), die Patienten noch bis zu drei Monate nach dem Krankenhausaufenthalt beschreiben, kann durch das Zusammenspiel aller Mechanismen von Fast track entgegengewirkt werden.
Anlass für den Vortragsabend waren neue Ergebnisse der im St.-Vincentius-Krankenhaus durchgeführten Studien. Alle bisherigen Forschungsarbeiten zu Fast track hatten sich ausschließlich mit geplanten Operationen befasst, denn nur unter geplanten und entsprechend „sicheren“ Bedingungen werden in der Regel die Module von Fast track umgesetzt. Das Team im St.-Vincentius-Krankenhaus um Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie Dr. Johannes Winter und Chefarzt der Anästhesie Dr. Klaus-Peter Wresch erfasst bereits seit Beginn der Umstellung auf Fast track alle Operationsergebnisse – auch die von Notfällen – in einer prospektiven Beobachtungsstudie (mittlerweile über 800 Patienten). Von Beginn an waren sich die Ärzte einig, dass alle Patienten von möglichst vielen Vorteilen der neuen Erkenntnisse (z.B. eine statistisch deutliche Senkung des Sterberisikos) profitieren sollen. So wird in jedem Einzelfall und eben auch bei Notfällen abgewogen, welche Module des Konzeptes ohne Risiko eingesetzt werden können. Mittlerweile ist die Datenlage eindeutig und beweist, dass das Fast track-Konzept auch für die Notfallchirurgie geeignet ist.
Nicht im Vordergrund steht im St.-Vincentius-Krankenhaus dabei die Verkürzung des Krankenhausaufenthaltes. Alle operierten Patienten sollen ihre Selbstständigkeit und Selbstbestimmung so schnell wie möglich wieder erlangen. Mit ihnen gemeinsam wird in jedem Einzelfall entschieden, wie lange sie stationär behandelt werden  (in der Regel sind das zwischen 5 und 15 Tage nach der Operation). Die Vorstellung der Studienergebnisse für die Speyerer Bevölkerung ist für 2012 geplant. Falls Sie Fragen zum Thema Fast track haben, wenden Sie sich gerne an die Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie unter der Telefonnummer 06232-133-370.

 

 

St.-Vincentius-Krankenhaus Speyer © 2011